Elektrogeräte verbrauchen Strom im Betrieb, deswegen tauschen immer mehr Menschen ihre alten Geräte gegen neue (angeblich) „energiesparende“ aus. Aber ein Gerät verbraucht nicht nur im Betrieb Energie. Schon als es produziert wurde, waren dafür Energie notwendig und zusätzlich auch noch Metalle und Kunststoffe, die dann im Elektroschrott landen. Laut umfassender Lebenszyklusanalysen werden bereits bei der Produktion und Distribution einer Waschmaschine 53% aller Umweltbelastungen im Leben einer Waschmaschine verursacht.

Würde man Waschmaschinen, Geschirrspüler, Trockner, E-Herde und Kühlgeräte, die in der EU pro Jahr gekauft werden, aneinanderreihen, bekäme man eine Strecke, die einmal um die Erde reicht. Die Stückzahl dieser Haushaltsgroßgeräte beträgt aber nur 15% aller Elektro- und Elektronikgeräte…

Entsprechend groß sind die Abfallmengen:
aktuell 12 Mio Tonnen pro Jahr in der EU, knapp 80 Mio Tonnen weltweit pro Jahr!

Wo landet unser Elektroschrott?

Elektroschrott ist der traditionell am schnellsten wachsende Abfallstrom weltweit.

Trotz einer sehr guten Abfall-Gesetzgebung der EU wird nur ein Drittel gesetzeskonform entsorgt. Die (Zoll-) Behörden sind mit den Mengen schlicht überfordert.

Mehr dazu in diesem Standard-Artikel.

Außerdem haben wir die Macher der Dokumentation "Welcome to Sodom" interviewt. Das ganze Interview finden Sie hier.

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Unsere Empfehlung:

Der Umwelt und den nächsten Generationen zuliebe berücksichtigen wir im R.U.S.Z die gesamte Umweltbelastung eines Gerätes: Produktion, Lieferung, Betrieb und Entsorgung.

Um den ökologischen Fußabdruck gering zu halten, ist daher eine möglichst lange Nutzung der Geräte ökologisch sinnvoll.

Wir empfehlen daher, ein Gerät möglichst lange zu behalten, im Bedarfsfall reparieren zu lassen und statt neuen Geräten ein Second-Life-Gerät zu kaufen oder von Freunden zu übernehmen.

Warum reparieren?  Weitere gute Gründe: